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Montag, 10. AugustAusgabe Nr. 1

Der Kandidat

Eine Bewerbung in eigener SacheFür die KI-Einheit der Axel Springer SE
Ausgabe Nr. 1 · Montag, 10. AugustDer KandidatImpressum
Aufmacher · In eigener Sache

Warum ich zu Axel Springer will — und warum in diese Einheit

Ein Anschreiben ist in zehn Minuten geschrieben. Diese Seite hat länger gebraucht, und das ist der Punkt: Sie ist nicht die Ankündigung einer Arbeitsprobe, sie ist eine.

Es gibt einen einfachen Grund, warum diese Bewerbung aussieht wie eine Zeitung: Wer bei einem Verlag anfangen will, sollte zeigen können, dass er versteht, wie ein Blatt gemacht wird. Nicht als Metapher — sondern als Handwerk mit Platzproblemen, Hierarchien und einem Redaktionsschluss. Geschrieben, gesetzt und programmiert habe ich diese Ausgabe selbst.

Warum Axel Springer

Weil hier zwei Dinge zusammenkommen, die selten zusammenkommen: Reichweite und eine Entscheidung. Von BILD über WELT bis zu Business Insider und POLITICO hängen an diesem Haus Marken, die jeden Tag Millionen Menschen erreichen — und es hat sich früh und öffentlich dazu bekannt, dass Künstliche Intelligenz das Kerngeschäft verändert, statt sie als Beiwerk zu behandeln. Das ist der Unterschied zwischen einem Innovationslabor und einem Auftrag. Ich möchte an dem Auftrag arbeiten.

Warum diese Einheit

Die interessanten Probleme in KI-Produkten sind selten die Modelle. Interessant wird es an den Rändern: Wo eine Redaktion Vertrauen verliert, weil eine Zusammenfassung einmal falsch lag. Wo Leserinnen Personalisierung als Bevormundung empfinden. Wo ein Feature technisch funktioniert und es trotzdem niemand benutzt. Genau dort sitzt die Arbeit einer KI-Einheit in einem Verlag — zwischen Modell und Redaktion, nicht neben ihr.

Was ich mitbringe

Ciprè: ein KI-Produkt, das ich von der Idee bis zu echten Nutzern gebracht habe, mit echten Fehlern und einer sehr konkreten Lektion darüber, wie viel Arbeit zwischen Prototyp und Verlässlichkeit liegt. Das steht auf Seite 4, samt der Teile, die schiefgingen. Dazu die Angewohnheit, eine Idee nicht zu beschreiben, sondern sie lauffähig zu haben. Diese Seite ist der Beleg.

Was ich vorhabe

Das Bild dazu steht im Index dieser Ausgabe, der Vorschlag selbst auf Seite 8: kein Konzeptpapier, sondern etwas, das man am Montag anfangen könnte. Er betrifft WELT, BILD und The Pioneer unterschiedlich stark, und er beantwortet die unbequeme Frage gleich mit: Woran würde man merken, dass es funktioniert?

Der Einzelpreis dieses Blattes steht im Kopf der Seite. Er beträgt ein Gespräch.

In ZahlenHerstellung dieser Ausgabe
2,8Mio.Tokens verbraucht
14Modellkosten, gerechnet
5,6Std.von der ersten Zeile bis zum Redaktionsschluss
3 105Zeilen gesetzt — TSX, TypeScript, CSS
14Bauteile, jedes mit eigenem Stilbogen
Welches Modell wie viel
Claude Opus 580 %
GPT-5.5 Codex20 %

6 Seiten · 2 Bilder, beide maschinell erzeugt · 207 Zeilen Kommentar im Quelltext

Quelltext auf GitHub